Mit fast 5 Millionen Einwohnern ist St. Petersburg nach Moskau die zweitgrößte Stadt Russlands. Die Stadt besitzt mehrere bedeutende Bibliotheken, rund 40 verschiedene Theater, beherbergt den wichtigsten russischen Ostsee-Hafen, ist einer der wichtigsten Orte für die Entwicklung des Balletts und europaweit eines der wichtigsten Kulturzentren. Die Innenstadt ist Weltkulturerbe der UNESCO und ein einziges Freilichtmuseum.

Das Wetter war durchwachsen: Regen und Nebel am ersten Tag, danach sonnig und frostig mit blauem Himmel.
Sicherlich ist ein Besuch im Sommer auch sehr reizvoll, aber der große Vorteil einer Reise im Winter ist, dass die Stadt nicht so „überlaufen" ist.

Auch unsere tolle Reiseleiterin Natasha meinte, für Besichtigungen sollte man lieber im Herbst/Winter nach St. Petersburg reisen. Die Museen sind verhältnismäßig leer, wohingegen im Sommer teilweise lange Wartezeiten eingeplant werden müssen. Wir haben nach Ankunft zunächst eine Stadtrundfahrt unternommen - sicherlich die beste Gelegenheit die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Zarenstadt zu erkunden. Die auf 44 Inseln im Mündungsgebiet der Newa erbaute Stadt mit 540 Brücken und prachtvollen Palästen, durchzogen von Kanälen, gilt als eine der schönsten der Welt. Man sieht unter anderem die Peter und Paul Festung, die den Ursprung von St. Petersburg bildet und vieles mehr!

Am Folgetag haben wir die Eremitage besichtigt, eines der größten und bedeutendsten Kunstmuseen der Welt. In mehr als 1000 Sälen sind über 60.000 Exponate ausgestellt. Unsere Reiseleiterin meinte, dass Sie 10 Jahre benötigten, wenn Sie sich täglich 9 Std. dort aufhalten und Sie sich für jedes Exponat 1 Minute Zeit nehmen würden. Sie werden von Ehrfurcht ergriffen sein, wenn Sie im Minutentakt Werke von Da Vinci, Rembrandt, Rubens sehen.

Was natürlich nicht fehlen darf ist der Besuch des Katharinen Palastes in Puschkin. Puschkin liegt etwa 30 Kilometer von St. Petersburg entfernt und ist wohl die schönste Zarenresidenz Russlands.
Der Prunk und die Schönheit des Palastes mit dem berühmten Bernsteinzimmer verschlägt einem den Atem. Überall Gold und Marmor und Malereien.
Wer 250.000 Euro übrig hat, kann einen der Hauptsäle für 1 Tag mieten (wie z.B. Elton John, um seinen Geburtstag zu feiern).

Zu unserer Anreise ist zu sagen, dass wir mit LOT ab Hamburg (via Warschau) geflogen sind. Es gibt aber auch Direktflüge z. B. ab Düsseldorf mit z.B. Lufthansa (Flugzeit knapp 3 Stunden).

Zu beachten ist, dass für die Einreise ein Visum benötigt wird!

Die Geschäfte sind täglich durchgehend bis 21.00 Uhr geöffnet. Sie können dort fast überall in Euro zahlen. Die wohl bekanntesten Mitbringsel sind die „Matroschka" Steckpuppen, die Sie an jeder Ecke kaufen können.

Anne Baumann

Foto:AdobeStock

Anne Baumann

Reiseverkehrskauffrau