Bevor unsere Tochter zur Schule kommt, haben wir beschlossen den Urlaub ausserhalb der Ferien noch einmal richtig auszunutzen und ein Reiseziel etwas weiter als Balearen und Europa zu nehmen. Unseren Urlaub haben wir schon eingereicht, diesmal wollten wir meinen 30. Geburtstag irgendwo im Ausland feiern, am liebsten in den USA?

Schon als Kind habe ich mir vorgstellt eines Tages den " American Dream " zu leben, eine Ranch mit meinen Eltern, irgendwo in Texas zu besitzen. Also stand für mich schon mal fest, es geht in die USA! Während der Beratung in unserem Reisebüro haben wir über viele verschiedene Fernreiseziele geprochen wie z. B. China, Bali, Thailand und dann sagte ich ganz trocken, wie wäre es mit Amerika? USA, fragte meine Frau ganz erstaunt... und wohin genau? Keine Ahnung Ostküste oder Westküste???

Wenn wir schon so eine lange Strecke fliegen, soll es sich auch lohnen. Somit haben wir uns für New York (Big Apple) als 1 Ziel entschieden. Das 2. Reiseziel sollte etwas entspannter sein. Da unsere Tochter 5 zu dem Zeitpunkt war, wollten wir Ihr nach der Stadt die niemals schläft, etwas Entspannung mit Sonne und Meer oder Pool gönnen. Wie wäre es mit Sonne, Strand und Meer in Miami? Das ist es! 5 Tage New York, Sehenswürdigkeiten ohne Grenzen und 8 Tage entspannen mit Sonne am Meer. Die Planung hatte meine Frau wieder schnell im Kopf, wann, wie, wo und was wir in New York und Miami erleben können. Die Herausforderung war es, alles in New York zu sehen, was es zu sehen gab, in nur 5 Tagen. Und darauf zu achten das es unserer Tochter nicht zuviel wird.

Am 24.05. mit einer Verspätung von 7 Tagen und den größten Schock unseres Lebens am Flughafen, konnten wir endlich beruhigt sagen: Amerika wir kommen!

Achtung: Auch Kinder unter 12 Jahren brauchen einen Biometrischen Reisepass für die USA. Das ESTA wird zwar genehmigt mit der "Kinder" Reisepassnummer, aber am Schalter für die Einreise nicht akzeptiert! Biometrischer Reisepass wird auf der Vorderseite des Reisepasses durch einen Symbol gekennzeichnet!

Tag 1.

Bremen - Frankfurt, Frankfurt - New York.

Achtung: Plant euch in Frankfuhrt zum Umsteigen mind. 2h ein. Ihr könnet evtl. den Anschlussflug verpassen (wenn euer Flieger zu spät landet). Checkt vorab, ob ihr alles dabei habt, bei uns durfte auch das Lieblingskuscheltier unserer Tochter nicht vergessen werden:)

Tipp: Shuttleservice vom Parkplatz zum Flughafen vorabbestellen, geht schnell und einfach im Reisebüro.

Mit einer kleinen Maschine starteten wir den Flug aus Bremen Richtung Frankfurt... und kaum waren wir in der Luft, landeten wir auch schon in Frankfurt. Weiter ging es mit dem Traum aller Flugzeuge, dem Airbus A380 – 800.

Zur Berüßung gab es ein Glas Sekt, wobei ich lieber einen Whisky gehabt hätte. Unsere Tochter war Mega erstaunt, wie groß das Flugzeug von Innen war, "Hier kann ich ja spazieren gehen!" und jeder von uns hat einen eigenen Fernseher vor der Nase, auf dem es Spiele und verschiedene Filme sowie Serien zur Auswahl gab.

NEW YORK: nach 10 Stunden Flug sind wir endlich da! Wir sind morgens um 8:30 Uhr gestartet und um 13:30 Uhr New Yorker Zeit angekommen. Wir sahen erstmal nur Sumpf und dann eine Insel mit ganz vielen hohen Häusern. Wir sind da, wir sind in New York. Wir konnten es kaum fassen und waren von dem typischen Amerikanischen Flughafen-Mitarbeitern geflasht... wie im TV, ORIGINAL, wie im TV.

Tipp: Nehmt euch ein typisches Yellow Taxi vom JFK zu eurem Aufenthaltsort. Die Tarife findet ihr an einer Tafel (diese sind festgeschrieben und verbindlich). Mit einem Taxi durch New York zu fahren ist eine Erfahrung wert. Wir fuhren über die Williamsburg Bridge und konnten plötzlich das Empire State Building sehen, live, direkt vor uns! Welche ein imposanter Augenblick. In der Nähe vom Time Scquare stand unser Hotel, ganz unscheinheilich. Kleines gemütliches Zimmer im 9 Stock. Was für eine Aussicht, man sieht nur Häuser, Menschen und hupende Autos. Einchecken, auspacken und ab über den Weltberühmten Broadway zum Timessquare, da es den USA erst Mittag war, haben wir vom 10h Flug und dem Jetlag nichts gespührt.

Tipp: Ihr benötigt im Hotel keine Verpflegung, ein paar Meter weiter gibt es zahlreiche Cafés, Bars und Restaurants.

Tag 2.

Heute gehts nach Brooklyn: zu Fuss vom Hotel aus gestartet Richtung Broadway, vorbei am Madion Square Garden, China Town, Litte Italy auf die Brooklyn Bridge, zum Janes Carousel. Nach ca. 4h wandern haben wir uns eine Pause am Hudson River, eine Fahrt auf dem Janes Carousel (für 2 $ die Fahrt ist auch für uns Erwachsene ein Spaß) und ein dickes Eis verdient:) Für den Rückweg haben wir uns dann für die U-Bahn zur Grand Central Station entschieden, hier wurden schon sehr viele berühmte Filmszenen gedreht. Ein paar Schritte weiter: Ist das nicht ,, The Naked Cowboy" ? Der Typ, den man sonst nur aus dem TV kennt steht plötzlich neben dir. Verrückt! In dem Zeitraum unseres Aufenthaltes, waren die Fleet-Weeks (Marine Tage der US Streitkräfte) in der Stadt (Party und Liveband) und am Hafen (Schiff Besichtigung).

Tag 3.

Heute ist der Geburtstag von meinem Mann, er wird 30. Zu diesem besonderen Tag habe ich mir mit dem Reisebüro eine Überraschung für ihn ausgedacht. Wir sind mal wieder zu Fuss unterwegs Richtung 9/11 Memorial. Beeindruckendes Museum im Keller der alten Twin Tower. Ob Originalaufnahmen, Mitschnitte oder der FDNY Ladder 3 Wagen, der als einer der ersten vor Ort war damals.

Tipp: Nehmt euch wirklich die Zeit die Stadt zu Fuss zu erkunden, um die Seitenstraßen von Manhattan zu nutzen. Man glaubt es kaum, die Stadt ist grün, wenig Verkehr, mitten im Zentrum aber doch weit weg vom hecktischen New York.

Wenn Ihr das 9/11 Museum besuchen wollt, nutzt den Online Ticket verkauf. Damit ihr nicht anstehen müsst.

Achtung: es ist hier eine sehr ruhige und eher traurige Atmosphäre, da dieser Ort nicht nur an einen der schlimmsten Tage erinnert, sondern auch zu gleich der Ort ist, an dem tausende Amerikaner gestorben sind.

Nachdem wir uns die Gedenkstätte angeschaut haben, sind wir auf in die Wall Street, 5th Avenue. Dem Goldenen Stier muss man einmal im Leben an die * packen.... haha, dass soll finanzielles Glück bringen. Zum Abschluss an diesen Tag, haben wir uns in Wendy´s Burger eingefunden. Wer nicht unbedingt McD essen möchte, sollte wirklich einmal die Amerikanischen Burger von Wendys versuchen.

Tag 4.

Nach dem Frühstück ging es heute zum Empire Stare Building = was für ein spektakuläres Gebäude mitten in New York. Stars, Sternchen, Präsidenten und wir waren auf dieser Plattform. Von oben bekommt man einen einzigartigen Ausblick über die Stadt. New York, Staten Island, Brooklyn, Long Island, Newark. Einfach nur Atemberaubend.

Unser nächstest Ziel, Central Park, und vorher halt am Trump Tower vorbei. Natürlich haben wir uns den Tower von innen angesehen. Viel Gold, aber leider nicht so beeindruckend wie von außen. Cental Park, das ruhige und grüne Herz von New York. Zum Feierabend strömen Millionen von New Yorkern in diese grüne Oase. Jedoch verläuft sich hier alles und man hat seine Ruhe. Geografisch ist der Park niedriger als die Stadt, was dafür sorgt, dass der Lärm der Stadt drüber hinweg geht. Es ist Idyllisch und sauber. Die Menschen sind entspannt. Spielplätze für Kinder, Ausgleich wie Baseball und Joggerbahnen für Hobby Sportler, einen großartigen Zoo, und vieles mehr. Es lohnt sich wirklich einen Tag im Central Park zu verbringen und dort ein Picknick auf einer der vielen grünen Wiesen einzunehmen.

Tag 5.

Leider beginnt der Tag mit Regen, aber das hat uns nicht wirklich etwas ausgemacht. Regenjacke an uns los gehts wieder Richtung Central Park: heute haben wir eine Überraschung für unsere Tochter geplant. Wir haben 1h Kutschfahrt in einer richtigen Prinzessinnen-Kutsche durch den Central Park gebucht. In der Rundfahrt zeigt der Fahrer euch alle berühmten Plätze aus Filmen, die im Central Park gedreht worden sind oder eine besondere Bedeutung wie das Strawberry Field haben. Die naheliegende Wohnung von John Lennon und Yoko Ono hatte direkten Bilck auf den Park. Danach ging es für uns über den Hudson River zur Freiheits-Statue. Endlich konnten wir Miss Liberty aus der Nähe sehen. Ein unbeschreiblicher Moment.

Tipp: Wenn ihr nur an der Freiheits Statue vorbei fahren wollt, nehmt die Staten Island Ferry. Diese ist kostenlos und fährt mit einer Entfernung von 30 Metern an der Statue vorbei.

Tag 6.

Weiter geht unsere Reise in den USA nach Miami, South Beach. Gegen Nachmittag sind wir dann in Miami angekommen und die Wetterzone vom New Yorker April Wetter zu Sommer in Miami gesprungen. Wir haben uns für das Best Western Hotel entschieden, etwas weiter vom Ocean Drive aber dafür in der Nähe unserer Autovermietung und einigen Einkaufsläden. Unser Hotel lag direkt am South Beach. Den Nachmittag haben wir uns am Strand ausgeruht und abends in einem kleinen Supermarkt etwas zu essen geholt.

Tipp: für Taxifahrten vom Flughafen in die Stadt gibt es feste Preise, egal wie lange. Für Rückfahrten jedoch nicht. Nehmt hier die Hotelangebote in Anspruch von Privaten Mietwagen Unternehmen. Diese fahren euch in Luxeriösen Chevys, wie den Suburban, zum Flughafen für fast die Hälfte. In den Staaten könnt ihr bei Inlandsflügen euer eigen gekauftes Essen und Trinken vom Flughafen mit in den Flieger nehmen.

Tag 7.

Da die letzten Tage nur voller Aktion waren haben wir uns heute nach dem Frühstück für einen Strand – Pool Tag entschieden. Auf diese Sonne waren wir so nicht wirklich vorbereitet und somit holte ich mir den Sonnenbrand meines Lebens:( Nach einem Erholsamen Tag, kauften wir im Laden an der Ecke noch einige Sachen für unser Zimmer ein und genossen den Abend als Familie auf der Terasse.

Achtung: Nehmt euch Creme mit einem hohen Sonnenschutzfaktor mit und Kühlgel (Aftersun).

Tag 8.

Für die kommenden 3 Tage haben wir uns einen Ford Mustang Cabrio gemietet. Mein Mann wollte unbedingt in Miami ein typisches Amerikanisches Cabrio fahren. Die Auto Vermietung war 2 Querstraßen von unserem Hotel entfernt somit haben wir nach dem Frühstück unsere Erkundungsfahrt begonnen.

Tipp: Das Auto könnt ihr schon in Deutschland Mieten und bezahlen. Wenn Ihr kleine Kinder habt, denkt an den Kindersitz. Diesen müsst ihr dort extra angeben und er kostest 6$ zusätzlich. Wir hatten unsere Taschen mit Badesachen dabei, mein weiß nie was einen unterwegs erwartet. Mit dem Mustang sind wir erstmal den South Beach entlanggefahren, an der Spitze (Ocean Drive) haben wir das Auto geparkt und die Aussicht am Pier genossen. Weiter ging es Richtung Key West um den Sonnenuntergang zu beobachten. Die Fahrt dahin ist sehr lang (3 h) und weitläufig. Also nichts besonderes zu sehen. Auf der Häfte der Strecke haben wir eine Delfin Auffangstation gesehen und haben dort einen Zwischenstopp eingelegt. Kurzerhand haben wir uns entschieden den Rückweg einzuschlagen, da wir noch etwa 1,5h fahren mussten und wir nicht wirklich Lust hatten die Zeit im Auto zu verbringen. Auf dem Rückweg haben wir uns dann noch die prachtvollen Villen angesehen. Zurück in Miami sind wir kurz im Wallmart shoppen gegangen und haben uns für den Abend eingedeckt.(Laut Jörn der beste Laden der Welt =) Der Weg zum Hotel führte über den Ocean Drive. Das Nachtleben hier ist ein muss. Die Menschen sind freundlich, entspannt, und verbringen Ihre Freizeit oft mit Sport und am Strand. Ebenfalls sind Autos und Straßen abends bunt beleuchtet. Sehr beeindruckend.

Tipp: Die meisten Hotels haben unten im Keller einen kleinen Aufenthaltsbereich, dort könnt ihr euch in der Mikrowlle etwas zu essen warm machen (das Fast Food für die Mikrowelle ist zu empfehlen und bietet eine 10 x höhere Produktpalette als hier).

Tag 9.

Heute war mein Tag in Miami gekommen, ich habe mir immer gesagt, sollte ich je nach Miami fliegen, steht für mich eindeutig fest, dass ich die Everglades mit Ihrer Tierwelt (Krokodile, Schlangen, etc.) sehen möchte. Gegen 11 Uhr gings los und so waren wir auch schon Zeitig in den Everglades angekommen, Tickts gekauft uns los ging die Fahrt durch die Sümpfe mit einem Luftboot.

ACHTUNG: Keine Hände und Füße ins Wasser! Dies ist kein Zoo, sondern freie Natur und wilde Krokodile, Aligatoren, Schlangen und andere nicht handzahme Tiere!

Nach der Tour konnten wir uns den Park und eine Live Show ansehen. Gegen eine Spende von 5$ durften wir ein kleines Korkodil halten und uns damit fotografieren lassen. Danach ging es für uns durch die Straßen und Lokale von Little Havana und haben uns dort für den nächsten Urlaub inspirieren lassen. Auf dem Heimweg zum Hotel haben wir uns in einer kleinen abgelegenen Gegend, in einem Original Diner einen typisch Amerikanischen Burger gegönnt.

Tag 10.

Unsere heutige Fahrt ging nördlich Richtung Küste, entlang zum Hollywood Beach. Hier sind viele Einkaufsgeschäfte und man kann den Tag am Strand verbringen. Einige Zeit später haben wir uns auf dem Weg zum Stadion der Miami Dolpfins gemacht um einmal das beeindruckende Gebäude des kommenden SuperBowls zu sehen.

Tipp: Damit ihr das Auto über Nacht nicht teuer bei der Vermietung unterbringen müsst, nutzt die bewachten Parkhäuser in der Nähe eures Hotels. Wir haben ca. 10$ für die Nacht bezahlt! ( Hotel Parkplätze kosten ca 40-50$ die Nacht)

Tag 11.

Nach dem Frühstück haben wir unser Auto abgegeben und sind zu Fuss zum Ocean Drive gelaufen, um die Gegend noch einmal gehend zu erkunden. Jedoch ist diese Gegend wirklich eher am Abend spektakulär für das Party Volk Miami´s oder zum lecker Essen gehen. In einem kleinen Supermarkt haben wir Karten für zu Hause geschrieben und ein paar Kleinigkeiten für die Heimat eingekauft. Gegen Nachmittag haben wir die Zeit am Strand und Pool genossen und haben somit unseren vollen letzten Tag am und im Wasser verbracht.

Tag 12.

Nun ist der letzte Tag angebrochen, und leicht wehmütig gehts nach Deutschland. Nach dem Frühstück haben wir wieder den Shuttle Service vom Hotel genutz und ich durfe wieder in meinem Traumauto mitfahren:)

Aber, USA wir kommen wieder!

 

 

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